Myofunktionelle Therapie in Düsseldorf

Myofunktionelle Therapie in Düsseldorf

Für eine gesunde Entwicklung von Zähnen, Kiefer und Muskulatur

Was ist eine myofunktionelle Therapie?

Die myofunktionelle Therapie ist eine ergänzende Behandlung, die das Zusammenspiel der Muskulatur im Mund-, Gesichts- und Kieferbereich verbessert. Sie wird eingesetzt, wenn Funktionen wie Atmen, Schlucken, Sprechen oder die Zungenruhelage gestört sind. Solche Fehlfunktionen können die Entwicklung von Zähnen und Kiefern beeinflussen und kieferorthopädische Behandlungsergebnisse beeinträchtigen.

Durch gezielte Übungen – meist in Zusammenarbeit mit einer Logopädin oder einem Logopäden – werden natürliche Bewegungsabläufe gefördert. Ziel ist es, die Funktion von Zunge, Lippen und Muskulatur zu verbessern und so langfristig stabile Ergebnisse der kieferorthopädischen Behandlung zu unterstützen.

Eine myofunktionelle Therapie ist insbesondere sinnvoll bei:

  • offener Biss
  • Kreuzbiss
  • Zungenpressen
  • falsches Schlucken
  • Mundatmung
  • Daumenlutschen
  • Lippenfehlfunktion
  • Sprachauffälligkeiten
  • wiederkehrende Zahnverschiebungen

Welche Auswirkungen können myofunktionelle Störungen haben?

Mögliche Folgen

Myofunktionelle Störungen können sich auf die Entwicklung des gesamten Kausystems auswirken. Liegt die Zunge dauerhaft an der falschen Stelle oder erfolgt das Schlucken mit zu hohem Druck auf die Zähne, können Zahn- und Kieferfehlstellungen wie ein offener Biss, Engstände oder Kreuzbisse begünstigt werden. Auch Mundatmung, ein unvollständiger Mundschluss oder eine unausgewogene Muskelspannung können das Kieferwachstum beeinflussen.

Darüber hinaus können Sprachauffälligkeiten oder ein erhöhtes Risiko für Rückfälle nach einer kieferorthopädischen Behandlung auftreten. Deshalb ist es wichtig, die Ursachen frühzeitig zu erkennen und die Muskulatur gezielt zu trainieren, um langfristig stabile Behandlungsergebnisse zu unterstützen.

Kieferorthopädie und Logopädie

Warum die Zusammenarbeit zwischen Kieferorthopäden und Logopäden so wichtig ist

Eine erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung endet nicht bei der Korrektur der Zahnstellung. Damit das Behandlungsergebnis langfristig stabil bleibt, müssen auch die zugrunde liegenden Funktionen von Zunge, Lippen und Muskulatur berücksichtigt werden. Genau hier ergänzt die Logopädie die kieferorthopädische Behandlung.

Während die Kieferorthopädie Zahn- und Kieferfehlstellungen mit modernen Behandlungsmethoden korrigiert, unterstützt die Logopädie dabei, ungünstige Bewegungsmuster wie eine falsche Zungenlage, ein fehlerhaftes Schluckmuster oder eine überwiegende Mundatmung zu verändern. Bleiben diese Gewohnheiten bestehen, können sie dauerhaft Druck auf die Zähne ausüben und das Behandlungsergebnis negativ beeinflussen.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Kieferorthopädie und Logopädie werden sowohl die sichtbaren Fehlstellungen als auch deren Ursachen behandelt. So lassen sich Funktion, Ästhetik und langfristige Stabilität optimal miteinander verbinden – für ein gesundes Kausystem und ein dauerhaft schönes Lächeln.

Welche Übungen gehören zur myofunktionellen Therapie?

Zungenruhelage

Die Zunge sollte entspannt am Gaumen hinter den oberen Schneidezähnen liegen. Eine falsche Zungenlage kann Druck auf die Zähne ausüben und Zahnfehlstellungen begünstigen.

Korrektes Schlucken

Beim physiologischen Schlucken drückt die Zunge gegen den Gaumen und nicht gegen die Zähne. So werden Zähne und Kiefer entlastet und das Behandlungsergebnis langfristig unterstützt.

Lippenkraft

Gezielte Übungen stärken die Lippenmuskulatur und fördern einen entspannten Mundschluss. Das unterstützt eine gesunde Mundfunktion und erleichtert die Nasenatmung.

Nasenatmung

Die Atmung durch die Nase ist wichtig für die gesunde Entwicklung von Kiefer und Gesicht. In der Therapie wird die Nasenatmung gefördert und die Mundatmung reduziert.

Mundschluss

Ein dauerhaft geschlossener Mund schützt vor Mundtrockenheit und unterstützt die natürliche Funktion von Lippen, Zunge und Kiefermuskulatur.

Koordination

Durch spezielle Übungen wird das Zusammenspiel von Zunge, Lippen, Wangen und Kiefer verbessert. So werden natürliche Bewegungsabläufe beim Sprechen, Schlucken und Kauen gefördert.

Warum ist die richtige Zungenlage so wichtig?

Die Zunge ist einer der stärksten Muskeln des Körpers und beeinflusst die Entwicklung von Zähnen, Kiefer und Gesicht täglich. Im Idealfall liegt sie in Ruhe entspannt am Gaumen hinter den oberen Schneidezähnen. Diese sogenannte Zungenruhelage unterstützt die natürliche Entwicklung des Oberkiefers und sorgt für ein ausgewogenes Zusammenspiel der Muskulatur.

Liegt die Zunge hingegen dauerhaft zwischen oder gegen die Zähne, kann sie über die Jahre einen kontinuierlichen Druck ausüben. Dies kann Zahn- und Kieferfehlstellungen wie einen offenen Biss, Engstände oder einen schmalen Oberkiefer begünstigen. Auch nach einer erfolgreichen kieferorthopädischen Behandlung kann eine falsche Zungenlage dazu führen, dass sich die Zähne wieder verschieben.

Durch die myofunktionelle Therapie wird die richtige Zungenruhelage gezielt trainiert. Ziel ist es, die Zunge dauerhaft an ihre natürliche Position zu gewöhnen und so die Funktion des gesamten Kausystems zu verbessern. In Kombination mit einer kieferorthopädischen Behandlung trägt dies dazu bei, langfristig stabile und gesunde Behandlungsergebnisse zu erreichen.

Myofunktionelle Therapie bei Kindern

Bei Kindern können myofunktionelle Störungen die Entwicklung von Zähnen und Kiefern nachhaltig beeinflussen. Ursachen sind häufig Gewohnheiten wie Daumenlutschen, Mundatmung oder eine falsche Zungenlage. Durch die myofunktionelle Therapie werden die Zungenruhelage, das Schluckmuster sowie die Lippen- und Gesichtsmuskulatur gezielt trainiert. Da sich der Kiefer noch im Wachstum befindet, können Fehlentwicklungen frühzeitig positiv beeinflusst und kieferorthopädische Behandlungen optimal unterstützt werden.

Myofunktionelle Therapie bei Jugendlichen

Während der Wachstumsphase können myofunktionelle Störungen den Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung beeinträchtigen. Eine falsche Zungenlage, Mundatmung oder ein fehlerhaftes Schluckmuster können weiterhin Druck auf Zähne und Kiefer ausüben. Die myofunktionelle Therapie unterstützt Jugendliche dabei, gesunde Bewegungsabläufe zu erlernen und trägt dazu bei, die Ergebnisse der Zahnkorrektur langfristig zu stabilisieren.

Myofunktionelle Therapie bei Erwachsenen

Aligner-Therapie, Frau mit Lächeln

Auch Erwachsene können von einer myofunktionellen Therapie profitieren. Häufig stehen Gewohnheiten wie Zungenpressen, Mundatmung oder ein falsches Schluckmuster im Vordergrund, die Zahnverschiebungen oder Beschwerden im Kiefer begünstigen können. Durch gezielte Übungen werden Muskulatur und Funktion verbessert, sodass das Ergebnis einer kieferorthopädischen Behandlung langfristig unterstützt und stabilisiert wird.

Häufige Fragen zur myofunktionellen Therapie

Eine myofunktionelle Therapie kann bereits im Kindesalter sinnvoll sein, wenn Auffälligkeiten wie Mundatmung, Daumenlutschen, eine falsche Zungenlage oder ein fehlerhaftes Schluckmuster festgestellt werden. Je früher diese Fehlfunktionen erkannt werden, desto besser lassen sich die Entwicklung von Zähnen und Kiefer positiv beeinflussen.

Die Therapie wird in der Regel von speziell ausgebildeten Logopädinnen und Logopäden durchgeführt. Als Fachpraxis für Kieferorthopädie arbeiten wir bei Bedarf eng mit logopädischen Praxen zusammen, um eine optimale Behandlung zu gewährleisten.

Die Dauer richtet sich nach dem Alter, dem Ausmaß der Fehlfunktion und der regelmäßigen Durchführung der Übungen. Häufig erstreckt sich die Therapie über mehrere Monate. Für den Behandlungserfolg ist das tägliche Üben zu Hause besonders wichtig.

Neue Bewegungsabläufe lassen sich nur durch regelmäßiges Training festigen. Bereits wenige Minuten täglicher Übungen helfen dabei, die richtige Zungenlage, das Schluckmuster und den Mundschluss dauerhaft in den Alltag zu integrieren.

Nein. Die myofunktionelle Therapie ersetzt keine kieferorthopädische Behandlung. Sie ergänzt diese sinnvoll, indem sie die Ursachen funktioneller Störungen behandelt und so zu langfristig stabilen Behandlungsergebnissen beiträgt.

Ja. Auch Erwachsene profitieren von einer myofunktionellen Therapie, beispielsweise bei Zungenpressen, Mundatmung, falschen Schluckmustern oder wenn nach einer kieferorthopädischen Behandlung ein stabiles Ergebnis langfristig erhalten werden soll.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ob die Kosten übernommen werden, hängt von der individuellen Diagnose und der ärztlichen Verordnung ab. Gerne beraten wir Sie persönlich zu den Behandlungsmöglichkeiten und den Voraussetzungen einer Kostenübernahme.

Was passiert, wenn eine myofunktionelle Störung nicht behandelt wird?

Bleiben funktionelle Störungen unbehandelt, können sie Zahn- und Kieferfehlstellungen begünstigen oder dazu führen, dass sich Zähne nach einer kieferorthopädischen Behandlung erneut verschieben. Eine frühzeitige Therapie kann helfen, diese Risiken zu reduzieren.

Myofunktionelle Therapie in unserer Praxis in Düsseldorf

In unserer Fachpraxis für Kieferorthopädie in Düsseldorf betrachten wir nicht nur die Stellung Ihrer Zähne, sondern das gesamte Zusammenspiel von Zähnen, Kiefern und Muskulatur. Bei Auffälligkeiten wie einer falschen Zungenlage, Mundatmung oder einem fehlerhaften Schluckmuster prüfen wir, ob eine myofunktionelle Therapie als ergänzende Maßnahme sinnvoll ist.

Da die Therapie selbst von speziell ausgebildeten Logopädinnen und Logopäden durchgeführt wird, arbeiten wir bei Bedarf eng mit erfahrenen logopädischen Praxen zusammen. Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit können funktionelle Ursachen gezielt behandelt und die Ergebnisse einer kieferorthopädischen Behandlung langfristig unterstützt werden.

Unser Ziel ist es, nicht nur gerade Zähne zu schaffen, sondern auch eine gesunde Funktion des gesamten Kausystems zu fördern. Gerne beraten wir Sie oder Ihr Kind persönlich und erstellen einen individuellen Behandlungsplan.

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